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«Sprachen lernt man über das Hören und Sprechen»

Gute Sprachkenntnisse sind ein Türöffner bei der Jobsuche. Wie du am effizientesten eine Sprache erlernst und erst noch Spass dabei hast, erklärt Lynn Strebel, Unternehmensleiterin bei Academia Languages, im Interview.

Welche Sprachen sind in der Schweiz besonders wichtig?
Die drei grossen Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch, dazu natürlich Englisch. Fast eine Million Menschen in der Schweiz sprechen in ihrem Job täglich Englisch, ob mit Geschäftspartnern oder Kollegen. Spanisch, Russisch und Chinesisch eröffnen ebenfalls sehr gute berufliche Perspektiven.

Macht es für Menschen aus dem Ausland oder einer anderen Sprachregion Sinn, neben Hochdeutsch auch Schweizerdeutsch zu lernen?
Durchaus. Eine Sprache zu lernen, bedeutet ja auch immer eine Kultur besser zu verstehen. Und wer Schweizerdeutsch spricht, integriert sich wesentlich schneller und knüpft leichter soziale Kontakte.

Im Netz gibt es immer mehr Angebote für Online-Kurse. Warum sollte man trotzdem noch Präsenzunterricht belegen?
Unter Online-Kurs wird verschiedenes verstanden: das Angebot reicht von Lernapps, mit denen man seinen Wortschatz ausbauen kann bis hin zu ganzen E-Learning-Kurse inklusive Präsenzstunden in einer virtuellen Klasse mit Lehrperson. Sprach-Apps sind tolle Tools, eine Lehrperson ersetzen sie jedoch nicht. Die Lehrperson bietet nicht nur Interaktion, sondern legt auch Wert auf die Aussprache, vermittelt kulturelle Hintergründe und den Kontext. Ihr Feedback motiviert und bringt Emotionen ins Spiel. Ob man sich für einen Online-Sprachkurs mit einer Lehrperson oder für Präsenzunterricht anmeldet, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Während des Lockdowns haben wir unseren Kundinnen und Kunden angeboten, ihren Kurs per Zoom, Skype oder Adobe Connect weiterzuführen. Wir haben aber auch gesehen, dass die Mehrheit den Unterricht in der Schule vorzieht und sich sehr darauf freut, ins Klassenzimmer zurückzukehren.

Wie viel Zeit muss man für einen Sprachkurs einplanen?
Wer sich in einer Sprache um eine Niveaustufe verbessern möchte, zum Beispiel von Niveau A1 auf A2, braucht dafür in der Regel 200 Stunden. Um eine Sprache richtig gut zu beherrschen, sind 1000 bis 2000 Stunden nötig. Je nach Talent sind schnellere Fortschritte möglich. Schweizer und Schweizerinnen sind übrigens in der Regel sehr sprachbegabt. Auch wer gut zuhören kann, tut sich leichter. Umgekehrt lernt man in Sprachkursen, genauer zuzuhören – eine wichtige Kompetenz, auch im Berufsleben.

Kostenloser Online-Sprachkurs

Die Sprachschule Academia Languages bietet speziell für Angestellte der Hotel- und Gastronomiebranche einen kostenlosen Online-Auffrischungskurs für Englisch, Französisch, Italienisch oder Deutsch an. Gäste empfangen, Reklamationen behandeln oder Sightseeing-Tipps geben – nach den vier Lerneinheiten beherrschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den wichtigsten Wortschatz und die häufigsten Redewendungen und Sätze, die für den Gästekontakt am Empfang, im Restaurant oder in einer Bar wichtig sind.

Viele Leute denken, dass man eine Sprache vor allem durch Lesen und Wörterpauken lernt.
Das ist ein Irrtum. Sprachen lernt man in erster Linie über das Hören und Sprechen. Wir empfehlen, auch ausserhalb des Unterrichts die Hemmungen zu überwinden und möglichst viel zu sprechen. Sprache lebt vom Dialog. Wenn jemand zweimal pro Woche zwei Stunden einen Sprachkurs belegt, sollte er oder sie mindestens gleich viel Zeit ins Sprechen und Selbststudium investieren. Sprachen lernen ist wie Sport, wer mehr trainiert, kommt besser voran.

Wie lange sollten einzelne Lernblocks sein? Niemand kann sich ja ewig konzentrieren.
Das ist sehr unterschiedlich. Beim Selbststudium empfehlen wir, in Blöcken von 30 bis 40 Minuten zu lernen. Das Zauberwort heisst Motivation. Falls du nach 10 Minuten merkst, dass du nicht fokussieren kannst, wähle eine neue Studienzeit oder Lernform. Es macht sicher mehr Spass beim Joggen ein Audiobuch zu hören, als daheim am Tisch zu büffeln. Wer das Lernen einer Sprache mit einer Passion verbindet, wird länger durchhalten.

Was ist effizienter: Einzel- oder Gruppenunterricht?
Hier gibt es keine eindeutige Antwort. Im Privatunterricht kann die Lehrperson natürlich gezielter auf Bedürfnisse eingehen. Wenn es schnell gehen muss, spricht daher vieles für Einzelstunden. Doch auch eine Gruppe hat Vorteile und wirkt sehr motivierend. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen die Fortschritte der anderen und denken: Wenn sie das kann, dann kann ich das auch. Oder: Er macht Fehler, also muss ich mich für meine nicht schämen. Zudem entstehen Freundschaften, man lernt gemeinsam. Die Klassen sollten aber nicht zu gross sein, damit alle genügende Sprechzeit bekommen. Egal ob Einzel- oder Gruppenunterricht: Wichtig ist der Spass beim Lernen.

Lynn Strebel, Unternehmensleiterin Academia Languages
Lynn Strebel, Unternehmensleiterin Academia Languages

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Academia Languages ist spezialisiert auf Sprachkurse für Anfängerinnen und Anfänger, Fortgeschrittene, im Einzelunterricht, als Gruppenkurs oder Business-Kurs für Firmen. Bei Academia Languages lernst du mit unseren qualifizierten Lehrpersonen in deinem Tempo und nach deinen Bedürfnissen. Teste deine Sprachkenntnisse mit unserem kostenlosen Einstufungstest.

www.academia-languages.ch

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit der Academia Group erstellt.