Laurent Roux, CEO der Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL AG), gerät ins Schwärmen, wenn er an die Momente am Steuer denkt: «Es ist ein toller Job in einer wunderschönen Stadt. Frühmorgens durch Luzern zu fahren, ist einfach ein Traum. Man hat Ruhe, man ist sein eigener Chef.»
Roux weiss, wovon er spricht: Er steuert selbst einmal pro Woche eines der über 150 Fahrzeuge der Flotte. Umso mehr ist er sich bewusst, dass die Idylle in der Rushhour oft dem Stress weicht.
Cesare Fersini, Teamleiter der Kundenberater, sitzt ebenfalls regelmässig hinter dem Steuer und kennt die Herausforderungen: «Verstopfte Strassen, Verspätungen und Fahrgäste, die ihren Zug erreichen müssen – das sind schwierige Situationen.»
Damit das Team souverän bleibt, setzt die VBL AG auf gezielte Schulungen: Mentales Training und Stressmanagement sind fester Bestandteil des internen Fahrschulprogramms.
Neben klassischen Benefits wie Fitness-Abos oder kostenlosen Hallenbad-Besuchen bildet das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) das Rückgrat der VBL AG. Vor sechs Jahren wurde das Unternehmen erstmals mit dem Label «Friendly Work Space» zertifiziert.
«Wenn man für das Label geprüft wird, kann man viel lernen. Weil jemand mit einer anderen Brille auf den Betrieb blickt. Das ist eine Chance, sich zu verbessern», meint CEO Roux.
Sara Barmettler, HR-Spezialistin BGM und verantwortlich für die Personalentwicklung der über 600 Mitarbeitenden, blickt auf den Grund für die Zertifizierung zurück: «Ursprünglich ging es darum, dem Thema Gesundheitsmanagement mehr Struktur zu geben und unser Commitment gegenüber den Mitarbeitenden zu bekräftigen.» Damit das gelingt, müssen die Führungskräfte im Unternehmen aktiv eingebunden werden.
Die Optimierung der Massnahmen ist ein permanenter Prozess. «Wir hinterfragen unsere Angebote regelmässig», erklärt Barmettler. Doch wie misst man den Erfolg von Gesundheit? «Wir evaluieren den Erfolg unserer Massnahmen auch mit Kennzahlen. Eine Eins-zu-eins-Wirkung – ob genau diese Massnahme exakt zu diesem Ergebnis führt – lässt sich jedoch nur bedingt isolieren.»
CEO Laurent Roux zieht dennoch ein positives Fazit: «Wir sind gut unterwegs. Im Vergleich zu anderen städtischen Unternehmen haben wir eine tiefere Absenzenrate.»
Die Fluktuation wird bei der VBL AG laufend getrackt, wobei Roux die Zahlen differenziert betrachtet: «In wirtschaftlich schwierigen Zeiten erweisen wir uns als sehr krisensichere, attraktive Arbeitgeberin. Läuft die Wirtschaft auf Hochtouren, wird die Rekrutierung in gewissen Bereichen jedoch schwieriger – und wir müssen uns deshalb kontinuierlich als attraktive Arbeitgeberin positionieren.»
Das Label «Friendly Work Space» setzt den Schweizer Qualitätsstandard für systematisch umgesetztes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestützt.
Zurzeit sind 111 Organisationen mit über 213'000 Mitarbeitenden in der Schweiz und Liechtenstein mit dem Label ausgezeichnet.
Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz, die einen gesetzlichen Auftrag hat, stellt die Zertifizierung aus. Basis bilden 14 Qualitätskriterien, welche die Gesundheit der Mitarbeitenden fassbar und bewertbar machen und von unabhängigen, externen Assessierenden geprüft und bestätigt werden.
«Systematisches BGM lohnt sich für Firmen und Organisationen unter anderem aufgrund der präventiven Wirkung, der Massnahmen zur raschen Wiedereingliederung und den entsprechenden Kosteneinsparungen. BGM und das Label ‹Friendly Work Space› werden zudem immer wichtiger im Employer Branding», so Thomas Brändli, Projektleiter Kommunikation BGM.
Der Druck im Verkehr ist nicht die einzige Baustelle. Mit dem Umstieg auf Elektrobusse und einem grossen Angebotsausbau Ende 2026 steht die VBL AG in einem «Change-Prozess». In den Werkstätten wandelt sich das Berufsbild. «Die modernen Fahrzeuge sind IT-Plattformen. Immer stärker macht man sich in unserer Werkstatt nicht nur die Hände schmutzig, sondern beschäftigt sich auch mit Elektronik und Software», beschreibt Roux den Wandel.
Hier kommt der Kommunikation eine Schlüsselrolle zu. Laut Sara Barmettler müsse man das Personal laufend befähigen, sich die neuen Kompetenzen anzueignen, um Ängste bei Veränderungen abzubauen und die Gesundheit – auch psychisch – zu erhalten.
Darum sei es elementar, Brennpunkte zu erkennen, sagt Roux. «Man hat den Anspruch an die Geschäftsleitung, dass wir sehr wachsam sind. Also versuchen wir, das Miteinander vorzuleben, zu spüren, wenn es jemandem nicht gut geht, und gemeinsam Lösungen zu finden.»
Dass die Zusammenarbeit bei der VBL AG funktioniert, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Führungskräfteentwicklung. Für einen Betrieb, in dem der Grossteil der Belegschaft unregelmässige Arbeitszeiten hat und allein im Fahrzeug unterwegs ist, stellt die räumliche Trennung eine der grössten Herausforderungen für Leadership dar.
Um diese Hürde zu überbrücken, werden Vorgesetzte speziell geschult; für das Kader gibt es regelmässige Weiterbildungen. «Selbstführung ist dabei ein zentrales Thema, für das wir Tools mitgeben und beispielsweise Achtsamkeitstraining anbieten», erklärt der CEO. Dabei geht es weniger um klassische Management-Werkzeuge als vielmehr um eine gemeinsame Haltung.
Roux betont: «Wichtig ist ein einheitliches Verständnis davon, was Führung unter diesen speziellen Voraussetzungen bedeutet. Je mehr wir als Vorbild vorangehen, eine aktive Feedback- sowie Fehlerkultur leben und Haltung zeigen, umso mehr tragen wir zu einer Kultur bei, in der sich unsere Mitarbeitenden wiederfinden.»
Dieser Anspruch an das Gemeinschaftliche unterstreicht die VBL AG mit dem Motto «nie allein», mit dem sie sich als Arbeitgeberin positioniert. Über einen Werbeslogan hinaus soll es verdeutlichen, worauf sich gerade Mitarbeitende im Fahrdienst verlassen können. Stossen sie im Verkehr an Grenzen, ist die Leitstelle auf Knopfdruck erreichbar.
Dort sitzen Kolleginnen und Kollegen mit eigener Fahrerfahrung. «Nur schon das Wissen, dass mich jemand unterstützen kann, vermittelt Sicherheit», so Teamleiter Cesare Fersini. Das ist gerade für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger wichtig, die nach kurzer Ausbildungszeit bereits die Verantwortung für einen Auto- oder Trolleybus tragen.
Um die Stimmung oder die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen frühzeitig zu spüren, ist Fersini viel vor Ort. «Als Teamleiter begleite ich meine Leute eng», sagt er. «Ich fahre oft selbst mit, um an der Endstation Zeit für einen Schwatz zu haben. Das ist für den Zusammenhalt extrem wichtig.»
Laurent Roux unterstreicht die Anforderungen bei einem dezentral geführten Team, das autonom unterwegs ist: «Es braucht viel Fingerspitzengefühl und Empathie, um in solch kurzen Begegnungen zu spüren, wie es jemandem geht.» Es sei ein dauerhaftes Miteinander von Führungskräften und Mitarbeitenden, bei dem man Probleme offen anspreche, ergänzt Sara Barmettler.
Die VBL-Verantwortlichen sind sich bewusst: Um nachhaltig erfolgreich zu sein, ist das Transportunternehmen auf motivierte, fähige und gesunde Mitarbeitende angewiesen. Dafür die richtigen Bedingungen zu schaffen, ist das geteilte Anliegen von CEO Laurent Roux, Teamleiter Cesare Fersini und HR-Expertin Sara Barmettler. Denn am Ende geht es auch um die Positionierung auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt. Besonders in den technischen Bereichen gestaltet es sich zunehmend schwierig, Nachwuchs zu finden.
Sara Barmettler sagt: «Ein aktives und zertifiziertes Gesundheitsmanagement ist längst kein ‹Nice-to-have› mehr, sondern ein entscheidender Faktor, um als Arbeitgeberin attraktiv zu bleiben. Deshalb werden wir uns in diesem Bereich weiter stark engagieren.»
Mit den BGM-Services unterstützt Gesundheitsförderung Schweiz Organisationen und Betriebe beim Aufbau eines systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM).
Gesunde Mitarbeitende sind ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Alle Angebote wurden mit Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt und werden laufend optimiert:
«Job-Stress-Analysis» gibt einen detaillierten Überblick über das Stressgeschehen in Ihrer Organisation. Ressourcen, Belastungen und das Befinden werden auf Team-, Abteilungs- und Organisationsebene dargestellt. Damit können gezielt Stressfaktoren reduziert und Ressourcen von Mitarbeitenden gestärkt werden.
KMU: alltagstaugliche Tools für Führungskräfte und HR-Verantwortliche, kostenlos, schnell und einfach im Alltag einsetzbar. Zum Beispiel geben das «Ge(h)spräch» mit Nikin-CEO Nicholas Haenny oder das Interview mit der Neuropsychologin Barbara Studer weitere Inputs.
«Apprentice» unterstützt Berufsbildende dabei, die psychische Gesundheit von Lernenden zu fördern.
New Work: Die Arbeitswelt wandelt sich, wir unterstützen Sie mit Informationen und Hilfsmitteln zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz der Zukunft.
Weiterbildungen mit praxisbezogenem Wissen für das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) in Ihrer Organisation.
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