Als Florian Appenzeller den Hof seiner Eltern übernahm, musste er über drei Dutzend Namen lernen. Denn er führt fort, was früher üblich war: Als Landwirt kennt er seine Kühe beim Namen. «Und auch die Tiere kennen ihren Namen», sagt der 48-Jährige.
Die Beziehung zu seinen Kühen und Kälbern ist ihm wichtig. «Glückliche Tiere machen Freude. Und wenn es ihnen gut geht, sind sie gesünder und bringen bessere Erträge.» Nur so könne er nachhaltig wirtschaften und mit Überzeugung tierische Lebensmittel produzieren.
Die Kühe sind robust, eher klein und liefern Milch und Fleisch in einem ausgewogenen Verhältnis. Beides ist für den Betrieb zentral. Denn: Nur wenn Kühe Kälber gebären, geben sie Milch.
Tierische Produkte schätzt Appenzeller als energiereiche Lebensmittel mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig sieht er darin einen sinnvollen Weg, um im Inland hochwertige Nahrung zu produzieren. Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz bestehen aus Wiesen und Weiden.
2025 lag die Milchproduktion in der Schweiz bei knapp 3,3 Millionen Tonnen. Die Milch stammt von gut 520’000 Kühen, die jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen.
Nur ein Teil der Jungtiere wird später zur Milchkuh. Der Grossteil liefert Kalb- und Rindfleisch. Einfach gesagt: Ohne Schweizer Fleisch keine Schweizer Milch.
Auch auf Appenzellers Hof werden rund drei Viertel der Kälber geschlachtet. «Uns ist wichtig, dass alle Tiere ein gutes und zufriedenes Leben haben», sagt er.
Appenzeller setzt auf tierfreundliche Haltung mit Auslauf ins Freie und möglichst viel Weidegang. Wie viele Schweizer Betriebe erfüllt er nicht nur die gesetzlichen Vorgaben. Seine Tiere leben nach den Tierwohlprogrammen BTS und RAUS.
Zusätzlich erfüllt der Hof die Anforderungen der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion. Das Futter stammt vollständig vom eigenen Betrieb: Gras, Maiswürfel, Rapskuchen aus eigener Produktion und Futterweizen.
Gemeinsam mit seiner Frau Fabienne verkauft Appenzeller die Produkte auf dem Wochenmarkt, in regionalen Läden und über einen Automaten beim Bahnhof Pfäffikon. Dort ist Fleisch rund um die Uhr erhältlich.
Den grössten Teil des Kalbfleisches verkaufen sie direkt ab Hof. Seit 25 Jahren setzen sie auf Mischpakete. Diese enthalten neben Filet und Steak auch Braten, Voressen, Fleischkäse, Gehacktes, Haxen und Würste. Übrigens: Zwischen 10. und 12. April 2026 empfangen der Landwirt und seine Frau alle Besucherinnen und Besucher persönlich an den Tagen der offenen Tür am schönen Appenzeller-Hof.
«Unsere Kundschaft schätzt die Abwechslung – und versteht, dass ein Tier nicht nur aus Edelstücken besteht», sagt Appenzeller. Der Verkauf möglichst des ganzen Tieres ist nachhaltiger und bringt Vorteile für Produzenten und Kundschaft.
Für Appenzeller wird die lokale Produktion immer wichtiger. «Die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft sind entscheidend für die Qualität – besonders beim Fleisch.»
Tierwohl entlang der gesamten Produktionskette beeinflusst direkt die Qualität. Die Schweiz setzt hier auf strenge Standards: GVO-freies Futter, kein Tiermehl, keine Hormone und seit über 20 Jahren keine Antibiotika zur Leistungsförderung.
Schweizweit verkaufen über 800 Landwirtschaftsbetriebe ihr Fleisch direkt ab Hof.
Wer Platz im Tiefkühler hat, fährt mit Mischpaketen am besten. Sie enthalten nicht nur Filets und Steaks, sondern auch verschiedene Stücke des Tieres. Das macht den Kilopreis attraktiv, die Menüs abwechslungsreich und den Fleischkonsum nachhaltiger. Denn in der Schweiz werden mehr Edelstücke gegessen, als produziert werden. Statt diese von weit her zu importieren, ist es sinnvoller und oft günstiger, auch weniger bekannte Fleischstücke aus der Region zu konsumieren.
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