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Wusstest du schon? Stillen kann das Brustkrebsrisiko senken!

Stillen ist nicht nur gut für das Baby, sondern trägt auch dazu bei, das Brustkrebsrisiko der Mutter zu senken. Im Interview erklärt Frau Dr. Katharina Lichtner von der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung, wie dieser Zusammenhang entsteht und warum man viel mehr darüber sprechen sollte.

Sprechen Menschen über das Stillen, steht fast immer das Baby im Mittelpunkt. Verständlich, schliesslich gilt Muttermilch als die beste Ernährung für Neugeborene. Doch auch für Mütter selbst hat das Stillen gesundheitliche Vorteile, über die deutlich weniger bekannt ist und auch weniger gesprochen wird.

Ein oft unterschätzter Aspekt: Stillen kann das Risiko für Brustkrebs senken. Studien zeigen, dass dieser schützende Effekt mit der Dauer des Stillens zuzunehmen scheint. Trotzdem ist dies kein Garant und Brustkrebs kann jede Frau treffen. Umso wichtiger bleibt die Aufklärung über Früherkennung und Vorsorge.

Im Interview erklärt Frau Dr. Katharina Lichtner von der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung, welche Rolle das Stillen in der Prävention von Brustkrebs spielen kann, welche Mythen es gibt und warum fundierte Information entscheidend ist.

Frau Dr. Lichtner, wenn eine Frau stillt, was passiert in dieser Zeit in ihrem Körper, das später vor Brustkrebs schützen kann?
Dr. Katharina Lichtner: Zum einen verändert sich das Brustgewebe, wobei die Brustzellen nach der Schwangerschaft auf Milchproduktion umstellen und sich vollständig ausdifferenzieren. Dadurch verringert sich ihre Sensitivität gegenüber dem Hormon Östrogen, welches die Entstehung von Tumoren in der Brust begünstigen kann.

Zum anderen beeinflusst das Stillen den Hormonhaushalt. Während der Stillzeit bleibt häufig der Eisprung aus, wodurch sich die Anzahl der Menstruationszyklen und damit die lebenslange Östrogenexposition verringert. Dies bietet einen zusätzlichen Schutzeffekt.

Wie stark ist dieser Schutzeffekt, und welche Rolle spielt dabei die Dauer des Stillens?
Der Zusammenhang zwischen Stillen und einem Schutzeffekt vor Brustkrebs ist dauerabhängig und durch Studien belegt. Pro zwölf Monaten Stillzeit sinkt das relative Brustkrebsrisiko um etwa 4,3 Prozent, zusätzlich zur Risikominderung von 7 Prozent durch eine Schwangerschaft an sich. Sowohl die Zahl der Schwangerschaften als auch die Dauer des Stillens spielen also eine wichtige Rolle, denn, statistisch gesehen, je länger gestillt wird, desto stärker ist der Schutz.

Welche Missverständnisse begegnen Ihnen rund um Stillen und Brustkrebs besonders häufig?
Viele Frauen sehen Stillen in erster Linie als Ernährungsform für ihr Kind. Der Schutzfaktor, nicht nur für das Kind, sondern auch für die Mutter, wie zum Beispiel durch die Verringerung des Brustkrebsrisikos, wird dabei übersehen.

Ein häufiger Mythos ist zudem, dass Stillen die Form der Brust negativ beeinflusst. Hier wäre es wichtig aufzuklären, dass die Veränderungen bereits durch die Schwangerschaft entstehen und durch das Stillen nur temporär weiter verändert werden. Frauen müssen sich also nicht zwischen Stillen und ästhetischen Aspekten entscheiden.

Viele Frauen können oder möchten nicht stillen. Wie lässt sich dieses Wissen weitergeben, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen?
Wichtig ist die klare Einordnung, dass Stillen nur einer von vielen Faktoren ist, die die eigene Gesundheit beeinflussen und auch keine Voraussetzung dafür, langfristig gesund zu bleiben. Zudem ist jede Lebenssituation unterschiedlich und die individuellen Entscheidungen rund ums Stillen sollten in jedem Fall respektiert werden, ohne zusätzlich Druck aufzubauen.

Gleichzeitig sollten Frauen die Möglichkeit haben, informierte Entscheidungen zu treffen. Daher kann es hilfreich sein, Stillen in den Kontext von Frauengesundheit allgemein zu setzen.

Stillen scheint sich auch über den Brustkrebsschutz hinaus auf die Frauengesundheit auszuwirken. Welche Effekte sind ähnlich relevant und werden ebenfalls selten thematisiert?
Neben dem verringerten Brustkrebsrisiko kann Stillen auch das Risiko für Typ-2-Diabetes senken. Ähnliches gilt für Eierstockkrebs. Bei einer Stilldauer von mindestens 12 Monaten pro Kind senkt sich das relative Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken um 34 Prozent.

Ausserdem zeigen Studien, dass Stillen die Gewichtsreduktion in den ersten 24 Monaten nach der Geburt positiv unterstützen kann.

Warum sprechen wir über all diese Vorteile für Mütter so wenig, während rund ums Baby fast alles diskutiert wird?
Dieses Ungleichgewicht hat mehrere Gründe: Historisch gesehen lag der Fokus beim Stillen vor allem auf der Ernährung des Kindes und dessen Überleben. Die Gesundheit der Mutter stand dabei weniger im Vordergrund.

Zudem wurde Stillen lange im Kontext traditioneller Rollenbilder betrachtet, in denen Frauen eine aufopfernde Rolle zugeschrieben wurde. Ihre eigenen Bedürfnisse fanden entsprechend wenig Beachtung, auch in der Forschung. In diesem Bereich gibt es immer noch viel Bedarf, weshalb sich die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung auch hier engagiert.

Was wünschen Sie sich in der öffentlichen Aufklärung rund um Frauengesundheit und Brustkrebsprävention noch stärker?
Es ist wichtig, werdende und zukünftige Väter stärker einzubinden. Ihr Verständnis und ihre Unterstützung sind ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Stillzeit.

Insgesamt braucht es mehr Aufklärung und eine undogmatische, öffentliche Diskussion über die vielfältigen Vorteile des Stillens. Auch eine stärkere Integration dieses Wissens in die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonen und Hebammen wäre wünschenswert.

Für werdende Mütter

Unter dem Motto «Stillen beginnt vor der Geburt» richtet sich die diesjährige Stillkampagne gezielt an werdende Mütter.

Schon während der Schwangerschaft ist es entscheidend, fundiertes Wissen und realistische Erwartungen rund ums Stillen aufzubauen. Je besser Frauen informiert sind, desto leichter fällt es ihnen, Entscheidungen zu treffen, die zu ihrem Leben, ihrem Alltag und ihren individuellen Bedürfnissen passen – und desto entspannter gelingt der Start ins Stillen nach der Geburt.

Nützliche Tipps und verschiedene Still-Events findest du hier

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