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Stimme ab: Welche Innovation schafft mehr Teilhabe bei Sehbeeinträchtigung?

Der «Prix de la Canne blanche» 2026 wird bereits zum zehnten Mal verliehen. Ausgezeichnet werden innovative Projekte zugunsten blinder, sehbehinderter und taubblinder Menschen. Auch in diesem Jahr entscheidet die 20-Minuten-Community, welches Projekt gewinnt.

© Damian Imhof

Am 15. September 2026 verleiht der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen SZBLIND als Dachorganisation des Schweizerischen Sehbehindertenwesens den «Prix de la Canne blanche» zum zehnten Mal. Der Preis würdigt zukunftsgerichtete Projekte, die die Inklusion blinder, sehbehinderter und taubblinder Menschen in der Schweiz stärken.

Aus insgesamt 27 Eingaben hat eine nationale Fachjury drei Projekte für das Publikumsvoting nominiert. Jetzt bist du gefragt: Stimme ab, welches Projekt am meisten Teilhabe schafft: «Emoti'Sens», «VIRAS» oder «Visions».

Projekt 1: «Emoti'Sens» als pädagogischer Erlebniskoffer zur Förderung emotionaler Kompetenzen, Universität Genf

Kinder lernen Emotionen meist über Gesichtsausdrücke. Das ist ein Zugang, der für Kinder mit Sehbeeinträchtigung eingeschränkt ist. Die Universität Genf hat mit «Emoti'Sens» einen pädagogischen Erlebniskoffer entwickelt, der Emotionen über mehrere Sinne, insbesondere Tastsinn und Gehör, erfahrbar macht.

Der Koffer enthält taktile Materialien, Emotionsmasken, Audioinhalte und einen Leitfaden für Fachpersonen. Kinder ertasten verschiedene Texturen, ordnen sie Gefühlen zu oder erkennen Emotionen über Stimmlage und akustische Hinweise.

Das Projekt wurde gemeinsam mit sehbehinderten Kindern entwickelt, die Prototypen in Workshops testeten und aktiv mitgestalteten. Ein validierter Koffer steht bereits zur Verfügung. Weitere Exemplare sind in Planung, ebenso die Verbreitung in Bildungs- und sozialmedizinischen Institutionen. Parallel entsteht eine Weiterbildung für Fachpersonen.

Projekt 2: «VIRAS» als intelligenter Einkaufswagen, Ostschweizer Fachhochschule

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist Einkaufen oft mit Hürden verbunden. Die Ostschweizer Fachhochschule hat deshalb mit «VIRAS» (Visually Impaired Robot-Assisted Shopping) einen Einkaufswagen entwickelt, der selbstständiges Einkaufen unterstützen soll.

Über eine Smartphone-App lassen sich Produkte suchen oder Einkaufslisten erstellen.

Nach bewusster Aktivierung navigiert «VIRAS» autonom durch den Supermarkt, weicht Hindernissen aus und führt gezielt zum gewünschten Regal. Eine KI-gestützte Produkterkennung beschreibt die Position der Waren akustisch. Zusätzlich unterstützt ein Hand-Tracking-System beim Greifen der Produkte, während eine barrierefreie Waage das selbstständige Wägen von Obst und Gemüse ermöglicht. Der Prototyp wird derzeit in einer Migros-Filiale in Hinwil getestet.

Projekt 3: «Visions» macht Sehbeeinträchtigung sichtbar, Fondation Asile des aveugles

Wie erlebt ein Mensch mit Tunnelblick einen Bahnhof oder eine Person mit Makuladegeneration einen Supermarkt? Die App «Visions» der Fondation Asile des aveugles simuliert verschiedene Sehbeeinträchtigungen direkt über die Kamera eines Smartphones oder Tablets.

In Echtzeit wird erlebbar, wie ein eingeschränktes Gesichtsfeld, verschwommene Bereiche oder Kontrastverluste die Orientierung beeinflussen. Entwickelt wurde die Anwendung auf Basis medizinischer und klinischer Expertise sowie praktischer Erfahrung. Ziel ist die Sensibilisierung für typische Einschränkungen.

«Visions» richtet sich an Angehörige, Fachpersonen, Lehrkräfte sowie die breite Öffentlichkeit. Die Simulation kann gemeinsam betrachtet und diskutiert werden und eignet sich für Schulungen, Unterricht oder Gespräche. Die App ist in mehreren Sprachen für iOS und Android kostenlos verfügbar und wird laufend weiterentwickelt.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen SZBLIND erstellt. Commercial Publishing ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von 20 Minuten kommerzielle Inhalte produziert.