Christopher Nolan, geboren 1970 in London, drehte schon als Kind erste Filme mit der Super-8-Kamera seines Vaters. Aus der Spielerei wurde Leidenschaft: Mit dem rückwärts erzählten Thriller «Memento» gelang dem Briten 2000 der globale Durchbruch. Seither gehört er zu den einflussreichsten Regisseuren Hollywoods, dessen Arbeit heute noch Generationen junger Filmschaffender prägt.
Seine Filme dürfen getrost als Kult bezeichnet werden und setzen seit jeher neue Massstäbe: «Inception» faltete den Verstand, «Interstellar» sprengte Raum und Zeit, «Oppenheimer» räumte sieben Oscars ab. Mit «Die Odyssee» geht der Regisseur nun noch einen Schritt weiter.
Seine Vision für «Die Odyssee» verlangt nach dem Image Maximum (IMAX), dem König der Filmformate, das für schärfste Bilder und unangefochtene Farbintensität sorgt. Denn Christopher Nolan gibt sich mit nichts weniger zufrieden als dem Allerbesten, das die Welt zu bieten hat. Und wenn das Allerbeste noch nicht existiert, dann lässt er es eben erfinden.
Das Problem bis anhin: Die gigantischen IMAX-Kameras waren viel zu laut für ruhige Dialoge. Also liess Nolan eine neue Verschalung bauen, die den Lärm schluckt und IMAX-70mm-Kameras erstmals auch leise Dialoge aufnehmen lässt.
Nolan belichtet mit dieser Technik über 600 Kilometer analoges Filmmaterial. Wie aufwändig das ist, zeigt ein Detail: In die Kamera passt so wenig vom kostbaren 70mm-Film, dass das Team die Rolle alle zweieinhalb Minuten wechseln musste. Ein Kraftakt, den heute kaum jemand mehr auf sich nimmt. Das Resultat ist ein historischer Meilenstein: «Die Odyssee» ist der erste Spielfilm der Geschichte, der zu 100 Prozent auf IMAX gedreht wurde.
Angeführt von Matt Damon als Odysseus glänzt in «Die Odyssee» ein beispielloses All-Star-Team mit Zendaya, Anne Hathaway, Tom Holland, Robert Pattinson und Charlize Theron. Für das monumentale Fundament dahinter sorgen Nolans treue Wegbegleiter und Meister ihres jeweiligen Fachs, Oscar-Kameramann Hoyte van Hoytema und Oscar-Komponist Ludwig Göransson.
Nolan schickte sein Team in neun Länder, von Griechenland über Italien und Island bis Marokko und Schottland. Gedreht wurde dort, wo die Geschichte spielt, an echten Schauplätzen statt vor dem Greenscreen.
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