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«Geht es den Tieren gut, geht es auch uns gut»

Andrea Tanner führt im bernischen Steffisburg einen Milchbetrieb mit rund 35 Kühen. Im Interview verrät sie, warum ihr das Tierwohl dabei besonders am Herzen liegt.

Andrea Tanner, woran erkennen Sie, ob es Ihren Kühen gut geht?
Andrea Tanner: Fragen kann ich sie leider nicht! Aber ich kenne die Persönlichkeiten meiner Tiere sehr genau – wer zutraulich ist und sich kraulen lässt, wer sich lieber zurückzieht, wer morgens zuerst zum Melken kommt und wer wo seinen Lieblingsplatz hat. Verändert sich die Routine eines Tieres, weiss ich: Hier könnte etwas nicht in Ordnung sein. Aber es gibt auch allgemeine Anzeichen: Wenn eine Kuh zum Beispiel nicht mehr frisst, nicht wiederkäut oder Kopf und Ohren hängen lässt.

Wie gehen Sie in einem solchen Fall vor?
Ich habe gute Erfahrungen mit Alternativmedizin gemacht – etwa zur Unterstützung der Wundheilung oder für die Kälbergesundheit. Aber ich will das nicht ausreizen: Wenn ich befürchte, dass eine Kuh leidet, ziehe ich den Tierarzt bei. Es ist meine Aufgabe, sicherzustellen, dass es den Tieren gut geht.

Bei Ihnen leben die Tiere in einem Laufstall. Welche Vorteile hat das?
Sie haben viel frische Luft und Platz, um sich zu bewegen. Sie können selber entscheiden, ob sie im Laufhof an der Sonne stehen, sich in der «Wellnessoase» an den Bürsten reiben oder sich lieber irgendwo in Ruhe hinlegen möchten. Aus Betriebssicht sind Fütterung und Ausmisten einfacher geworden – ebenso wie der Auslauf: Früher mussten wir jede Kuh einzeln auf die Weide führen, jetzt können wir einfach das Tor öffnen.

Tierwohl bei Schweizer Kühen

Die Schweiz hat eines der strengsten Tierschutzgesetze der Welt. Darüber hinaus gibt es für Milchviehbetriebe zwei Tierwohlprogramme des Bundes mit noch strengeren Regeln. Mindestens eines davon müssen Produzentinnen und Produzenten einhalten, um den Branchenstandard «swissmilk green» zu erfüllen:

  • RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) schreibt vor, dass die Tiere von Mai bis Oktober 26 Tage pro Monat nach draussen dürfen. Im Winter sind es 13 Tage pro Monat.

  • BTS (Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme) stellt zusätzliche Anforderungen an die Stallgestaltung, etwa viel Tageslicht und spezifisch ausgestattete Liegeflächen.

Gibt es auch Nachteile, Rangkämpfe etwa?
Das hält sich im Rahmen. Die Leitkuh sorgt in der Regel für Ruhe und Ordnung.

Ihre Leitkuh ist schon zwölf Jahre alt. Ist es normal, dass Tiere lange bei Ihnen auf dem Hof bleiben?
Es ist definitiv unser Ziel, die Kühe so lange wie möglich bei uns zu behalten, sofern sie fit und gesund sind. Einerseits, weil eine langlebige Kuh eine wirtschaftliche Kuh ist. Andererseits, weil wir mit viel Herz bei der Sache sind: Geht es den Tieren gut, geht es auch uns gut.

Mehr zum Tierwohl, Freilauf und zur Fütterung Schweizer Milchkühe erfährst du hier:

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Dieser werbliche Beitrag wurde von Schweizer Milchproduzent SMP erstellt. Er wurde von Commercial Publishing, der Unit für Content Marketing, die im Auftrag von 20 Minuten kommerzielle Inhalte produziert, für die Publikation aufbereitet, wobei die Haftung für Inhalte (Wort, Bild) und externe Links bei Schweizer Milchproduzent SMP liegt.