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Von Plan B zum Traumberuf: Diese drei Frauen bewegen die Schweiz

Drei Frauen, drei völlig unterschiedliche Lebenswege, ein gemeinsamer Abschluss: Als erste diplomierte Bewegungspädagoginnen HF der Schweiz zeigen Vivienne David, Alessia Lai und Sabrina Giacomelli, wie vielfältig der Weg in einen Gesundheits- und Bewegungsberuf mit Zukunft sein kann.

So spielt das Leben: Manchmal beginnt eine Karriere genau dort, wo ein ursprünglicher Plan nicht aufgeht.
So spielt das Leben: Manchmal beginnt eine Karriere genau dort, wo ein ursprünglicher Plan nicht aufgeht.

Vivienne David wollte eigentlich Physiotherapie studieren. Weil sie für einen weiteren Anlauf der Aufnahmeprüfung ein Jahr hätte warten müssen, entschied sie sich kurzfristig für einen anderen Weg: Sie stiess auf die Bewegungspädagogik HF an der HWS in Basel, bestand die Aufnahmeprüfung auf Anhieb und merkte schnell: «Das ist der richtige Weg!»

Dass diese Entscheidung ihr Berufsleben nachhaltig prägen würde, zeigte sich am 9. Juni 2026: Die HWS feierte die Anerkennung der Bewegungspädagogik als Bildungsgang der Höheren Fachschule mit eidgenössischem Diplom und ehrte die erste Abschlussklasse HF21, zu der auch Vivienne gehört – als Klassenbeste.

Wenn «Umwege» zum Traumberuf werden

Viviennes Geschichte ist kein Einzelfall. Auch die beiden weiteren Absolventinnen der ersten HF-Klasse fanden über ganz unterschiedliche Wege zur Bewegungspädagogik und setzen ihr Wissen heute auf individuelle Weise ein.

Alessia Lai wechselte aus der Kommunikations- und Medienbranche in den Bewegungsbereich und ist heute selbständig mit Studios für Pole Dance, Luftakrobatik und Functional Fitness.

Dabei arbeitet sie nicht nur mit gesunden Menschen, sondern begleitet auch Gruppen mit psychischen Beeinträchtigungen. Gerade diese Vielseitigkeit macht für sie den Reiz ihres Berufs aus.

Sabrina Giacomelli wiederum fand nach Stationen in der Hotellerie und im HR zur Bewegungspädagogik. Heute unterrichtet sie angehende Fachpersonen als Dozentin an der HWS, begleitet Seniorinnen und Senioren im Spital und führt ein eigenes Tanz- und Gesundheitsstudio.

In ihrem Berufsalltag verbindet sie Tanz, bewegungstherapeutische Angebote wie Massagen sowie Gesundheitsförderung und Rehabilitation. «Ich lebe für dieses Berufsbild», sagt sie. Besonders motivierend seien für sie Menschen, die dank ihrer Begleitung wieder sturzfrei wandern oder ihre Ausdauer deutlich verbessern konnten.

Heute arbeiten alle drei Absolventinnen in der Region Basel – in Rehabilitation, Tanz, Gesundheitsförderung und Prävention – und zeigen, wie vielseitig das Berufsfeld der Bewegungspädagogik ist.

Das interdisziplinäre Fachgebiet verbindet Ansätze aus verschiedenen Bewegungs- und Gesundheitsberufen. Im Mittelpunkt stehen Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation und Pädagogik. Bewegungspädagoginnen begleiten Menschen jeden Alters dabei, ihre körperliche Gesundheit zu erhalten oder nachhaltig zu verbessern.

Ausbildung mit Praxisbezug – von Anfang an

Bereits während des Studiums konnte Vivienne an ihrem heutigen Arbeitsort wertvolle Praxiserfahrung sammeln. Der Berufseinstieg gelang dadurch nahtlos. Heute arbeitet sie bei Rehab Basel und begleitet Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

«Die grösste Herausforderung ist, immer wieder individuell zu entscheiden, wie sich Therapieziele am besten erreichen lassen», sagt sie. Genau dabei helfen ihr Kompetenzen, die sie im praxisnahen Studium entwickeln konnte – Vorlesungen in Anatomie und Bewegungslehre, Pathologie und Reha-Training bildeten die nötige Grundlage.

Die Ausbildungsinhalte der Bewegungspädagogik reichen von medizinischen Grundlagen über Bewegung, Gesundheit sowie Pädagogik und Didaktik bis hin zu betriebswirtschaftlichen Themen. Dies schafft die Grundlage für die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachpersonen sowie für die Begleitung und Beratung von Menschen jeden Alters.

Der erste Schritt in eine bewegte Karriere

Der vierjährige, berufsbegleitende Bildungsgang ist seit März 2026 ohne Auflagen eidgenössisch anerkannt; die HWS ist derzeit schweizweit der einzige Anbieter der Bewegungspädagogik auf HF-Stufe. Praktika sind fester Bestandteil des Studiums und sorgen für eine frühe Verzahnung von Theorie und Praxis – ein Vorteil, von dem auch die drei Absolventinnen profitiert haben. Ab Oktober 2026 trägt der eidgenössische Abschluss zusätzlich den Titelzusatz Professional Bachelor.

Wenn du dich für den Bildungsgang interessierstt, kannst du dir am 24. August, am 21. September und am 26. Oktober 2026 bei einem der kostenlosen Info-Workshops «Bewegte Zukunft» ein Bild machen.

Der nächste Studienstart ist am 12. Oktober 2026.

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