Als Melodiesinfonie veröffentlicht der Zürcher Kevin Wettstein Musik fernab des Mainstreams. Damit erreicht er seit Jahren ein Millionenpublikum.
Als Melodiesinfonie veröffentlicht der Zürcher Kevin Wettstein Musik fernab des Mainstreams. Damit erreicht er seit Jahren ein Millionenpublikum. PR / Radicalis Music
20 Minuten Radio

Dieser Schweizer Streaming-Millionär stillt deine Sehnsucht

Kevin Wettstein veröffentlicht sein neues Album als Melodiesinfonie – und weitere Highlights aus der aktuellen Musikwoche.

Im «Best-of» stellt dir 20 Minuten Radio die Highlights der aktuellen Musikwoche vor. Täglich neue Musikinspiration gibts live auf unserem Sender.

Release der Woche: Melodiesinfonie – «Fragments»

«There was a time when we were all one». Diese erste Zeile sitzt: Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Verbundenheit zieht sich als roter Faden vom Opener «Unity» durch Kevin Wettsteins neues Album «Fragments». Es ist bereits das vierte, das der Zürcher als Melodiesinfonie veröffentlicht.

Mit seinen Songs sammelt Wettstein längst millionenfach Streams auf den gängigen Plattformen, dennoch hat sein Sound bis heute wenig mit Mainstream zu tun.

Er verquicke «deftige Hip-Hop-Beats mit verträumten Synthesizer-Loops» und würze sie «mit einer Prise Latin und einem Schuss Jazz», schrieb der Tages-Anzeiger über das letztjährige Album «Journey to You». «Musik ist die spirituelle Sprache, die das Individuum mit einer übermenschlichen Realität verbindet», erklärte der heute 26-Jährige damals. Dieselben Worte findet man im aktuellen Pressestatement.

Es klingt alles etwas gar hippie-dippie, aber «Fragments» passt mitunter deswegen so gut in unsere Zeit. Der Titel beschreibt das Fragmenthafte unserer Welt, die Flüchtigkeit von Beziehungen und Gefühlen und die Verwirrung, die solche Zustände bei uns auslösen.

Der Zeitgeist spiegelt sich auch in Wettsteins Sound: Auf halbem Weg durchs Album, spätestens mit dem Track «Dizzy Reality», löst Beklemmung das schwerelose Driften durch trippy Synthie-Landschaften ab. Die Tagträume lassen sich trotz zeitweiliger Schwermut gut weiterspinnen – etwa wegen Tracks wie des gelöst tschirpenden «Fun», vor allem aber, weil es am Ende der Optimismus ist, der die dreizehn Songs überdauert.

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Video der Woche: «The Glastonbury Experience»

Als eines der grössten und legendärsten laufenden Festivals der Welt musste Glastonbury coronabedingt vertagen. Ganz ausfallen ist für den Kult-Event, das vergangenes Wochenende sein 50. Jubiläum gefeiert hätte, aber keine Option: Auf der Festival-Website gibts Links zu Live-Archiven und allerlei zusätzlichen Treats für alle, die sich gerade nichts mehr wünschen, als im Sog von Soundnebel an anderen Menschen zu kleben.

Wer lieber die Finger vom technischen Labyrinth lässt, kann mit der BBC-Rückschau zumindest die Nostalgie füttern.

Live-Tipp der Woche: Kulturfestival St. Gallen

Vergangenen Freitag startete in St. Gallen die Light-Variante des jährlichen Kulturfestivals. Abgespeckt bedeutet, dass weniger Leute Zugang zum Livekonzert haben, und gleichzeitig, dass das Erlebnis intimer, dafür womöglich umso besonderer wird. Zudem fokussiert die St. Galler Eventreihe 2020 auf Ostschweizer Acts.

Highlights wie Crimer, der am Freitag mit «Eyes Off Me» nach gefühlter Ewigkeit neue Musik veröffentlichte, sind bereits ausverkauft. Für die Konzerte der Jas Crw (Mittwoch, 8. Juli), Velvet Two Stripes (Freitag, 17. Juli) oder auch Panda Lux (Samstag, 18. Juli) gibt es noch Restkarten.

Vergangenen Freitag startete in St. Gallen die Light-Variante des jährlichen Kulturfestivals. Abgespeckt bedeutet, dass weniger Leute Zugang zum Livekonzert haben, und gleichzeitig, dass das Erlebnis intimer, dafür womöglich umso besonderer wird. Zudem fokussiert die St. Galler Eventreihe 2020 auf Ostschweizer Acts.

Highlights wie Crimer, der am Freitag mit «Eyes Off Me» nach gefühlter Ewigkeit neue Musik veröffentlichte, sind bereits ausverkauft. Für die Konzerte der Jas Crw (Mittwoch, 8. Juli), Velvet Two Stripes (Freitag, 17. Juli) oder auch Panda Lux (Samstag, 18. Juli) gibt es noch Restkarten.