Topmodel Manuela Frey war zu Gast beim 20-Minuten-Radio-Podcast «Unchained» und stellte sich den 20 undiplomatischen Fragen von Moderatorin Andrea.
Topmodel Manuela Frey war zu Gast beim 20-Minuten-Radio-Podcast «Unchained» und stellte sich den 20 undiplomatischen Fragen von Moderatorin Andrea. (Instagram/manuelatatjana)
20 Minuten Radio

«Inzwischen sagt man mir, ich sei zu dünn – das ist doch super!»

«Switzerland‘s next Topmodel»-Host Manuela Frey spricht im 20-Minuten-Podcast «Unchained» über den Wandel der Modelbranche – und darüber, was noch immer schiefläuft.

Darum gehts

  • Die Aargauerin Manuela Frey (24) zählt seit Jahren zu den international erfolgreichsten Schweizer Models.

  • Im Podcast «Unchained» konfrontiert 20-Minuten-Radio-Host Andrea die «Switzerland‘s next Topmodel»-Moderatorin mit 20 undiplomatischen Fragen zu ihrem Berufsbild.

  • Die komplette Folge «Unchained» findest du in der Radio-Section deiner 20-Minuten-App (unten in der Leiste) sowie auf SpotifyiTunesTune In und Google Play – hier gibts eine schriftliche Vorschau darauf.

Manuela, haben viele Models Essstörungen, um dünn zu bleiben?

Ja, sicher. Als ich mit 16 Jahren angefangen habe, wurde mir auch gesagt, ich müsse abnehmen, und damals dachte ich ebenfalls: Okay, dann esse ich nichts mehr. Zum Glück hat meine Familie mich zu einer Ernährungsberaterin geschickt, weil sie wollte, dass ich auf gesundem Weg modeln kann. Es hat mir immer fast das Herz gebrochen, wenn ich backstage Mädchen sah, die sich übergeben gingen. Inzwischen sagt man mir aber öfters, ich sei zu dünn, vor allem in den USA. Da tut sich also etwas.

Was nervt dich am meisten am Modeln?

Dass du eigentlich nie gut genug bist. Wenn du einen Job nicht kriegst, suchen die Booker in der Regel den Fehler bei dir und nicht etwa beim Kunden, der vielleicht gerade einen anderen Typ sucht – oder bei sich selbst. Das Problem bist immer du, deine Haarfarbe, deine Figur – whatever.

Hast du schon ungewöhnliche Angebote von Fotografen bekommen?

Nein, tatsächlich nie. Vielleicht ist das einfach Zufall oder Glück. Aber ich zeige am Set auch immer meine Grenzen auf.

Was wird deiner Meinung nach in der Modelbranche zu wenig thematisiert?

#MeToo. Viele meiner Freundinnen erzählen mir zwar von ihren Erlebnissen, aber trauen sich nicht, öffentlich etwas zu sagen.

Muss man mit 16 Jahren anfangen, um als Model erfolgreich zu werden?

Das hat sich sehr verändert, das sieht man ja an jemandem wie Tamy Glauser. Kunden mögen es, wenn ein Model nebenher Musikerin ist oder Wirtschaft studiert hat. Sie interessieren sich heute viel mehr für dich als Person als nur für deinen Look. Das finde ich schön.

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