Man muss nicht gleich Robin Hood spielen - auch ein guter Kapitalist kann anständig Gewinn machen. Foto: Keystone
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Gutes tun und dabei gutes Geld verdienen – das geht

HIT THE MARK Sozial oder ökologisch nachhaltige Anlagen entwickeln sich zu Investitionen, die auch mit Blick auf die Rendite erfreulich auffallen.

Von Mark van Huisseling

Kann Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell dienen? «Als Gründer von Susi Partners kann ich eindeutig mit ja antworten», sagt Tobias Reichmuth, bekannt aus der TV24-Serie «Die Höhle der Löwen». Bei Susi Partners handelt es sich um einen Fonds, der Kapital bei institutionellen Anlegern sammelt und in nachhaltige Vorhaben wie Windenergie oder Elektro-Tankstellen investiert, die bisher getätigten Anlagen übertreffen eine Milliarde Franken.

Ein wachsender Anteil der Gesellschaft habe begriffen, dass sowohl die Umwelt wie auch das Zusammenleben der Menschen vor grossen und dringlicher werdenden Herausforderungen stünden, sagt der Finanzunternehmer weiter.

Das ist natürlich keine angenehme Ausgangslage. Möglicherweise aber eine, von der bestimmte Unternehmen profitieren. Falls sie den daraus entstehenden Handlungsbedarf erkennen nämlich. Und Waren oder Dienstleistungen anbieten, die diese Entwicklung verlangsamen respektive bereits angerichteten Schaden wieder gutmachen können.

Falls dem so ist, müsste sich das in der Performance, dem Geschäftsergebnis, dieser Unternehmen niederschlagen, und zwar in Form wachsender Umsätze sowie guter Gewinne. Was wiederum auf die Performance ihrer Aktienkurse ausstrahlen müsste.

«Müsste» – aber ist es auch so? «Das immer noch weitverbreitete Vorurteil, demzufolge nachhaltige Anlagen schlechter rentieren als konventionelle Anlagen, konnte in zahlreichen Studien widerlegt werden», schreibt das Vermögenszentrum VZ. Und: «Es wurde sogar festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen einem guten Nachhaltigkeits-Profil und höherer Aktienrendite gibt.» Mit anderen Worten: Gutes tun als Mitglied der Gesellschaft und dabei gut verdienen als Anleger sind keine unvereinbaren Ziele. 

Der MSCI Europe Socially Responsible (SRI) Index beispielsweise hat den MSCI Europe Index während der letzten fünf Jahre übertroffen, während einiger Zeitabschnitte sogar deutlich. Der MSCI Europe ist ein breiter Aktienindex, in dem Unternehmen in 15 europäischen Industrieländern zusammengefasst sind, deren Marktkapitalisierung ungefähr 85 Prozent des Gesamtmarkts entspricht; in den Socially Responsible Index dagegen kommen nur Firmen, die, vereinfacht gesagt, ethisch verantwortungsvoll handeln.

Dabei werden oft drei Gesichtspunkte nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns unterschieden: ethische Verantwortungsübernahme gegenüber der Umwelt, gegenüber sämtlichen von der Unternehmenstätigkeit betroffenen Menschen und in der Unternehmensführung.

In der Schweiz hebt sich ein Vermögensverwalter besonders hervor, auch marketingmässig, wenn es um sogenannte ökologische Anlagen geht, die Zürcher Globalance Bank. Sie wirbt damit, den «Footprint» verwalteter Vermögen wiedergeben zu können: «Wissen Sie, was Ihr Geld für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt leistet?» Und sie verwaltet den «Sokrates Fund», in dem sich die Hausstrategie niederschlage und der einen positiven Footprint habe (eigene Angabe).

Im Fondsbeschrieb steht «Investition in langfristige, nachhaltige Megatrends (41 Prozent Aktien, 33 Prozent Obligationen)» – die Frage nach den zehn grössten Positionen wurde bis zu unserem Redaktionsschluss nicht beantwortet. Die Performance betrug im laufenden Jahr bis 30. September 8,4 Prozent, annualisiert seit 2012 3,2 Prozent (Anteilklasse I, Schweizer Franken). Das sind an sich hohe Ergebnisse, zahlreiche Benchmarks liegen für diese Perioden aber höher.

Nachhaltigkeit, so sieht es aus, ist ein Geschäftsmodell. 

Eine weitere Anlageklasse für Investoren, denen ein gutes Gewissen so wichtig ist wie eine gute Rendite, sind Mikrokredite. Dabei handelt es sich um Kleinstausleihungen, oft Beträge von weniger als 1000 Franken, an Unternehmer in armen Ländern, die nicht «bankable» sind, keinen Zugang zu Banken haben, zum Beispiel eine Blumen-Farmerin in Myanmar.

Eine der weltweit bedeutendsten Firmen im Microfinance-Geschäft – und es ist ein Geschäft, Mikrokredite sind keine Almosen, sie müssen verzinst und zurückbezahlt werden – ist laut «NZZ am Sonntag» die Firma Blue Orchard mit Sitz in Zürich.

Die annualisierte Rendite des Blue-Orchard-Flagship-Fonds für, zur Mehrheit, institutionelle Anleger liegt bei 4,3 Prozent netto (Stand Oktober 2019). Peter Fanconi, der Chairman, bezeichnet dies im gegenwärtigen Zinsumfeld als sehr interessant. «Vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Rendite nicht mit Entwicklungen auf den Aktien- oder Obligationenmärkten korreliert», sagt er. Denn das Geschäft der Blumen-Farmerin in Myanmar etwa bleibt unbeeinflusst durch Ereignisse, die auf die Kapitalmärkte einwirken.

Nachhaltigkeit, so sieht es aus, ist ein Geschäftsmodell. Und wird immer mehr auch zu einer Leitidee für Anleger, denen Erfolg (fast) so wichtig ist wie ein gutes Gewissen.

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Dieser Beitrag wurde durch Commercial Publishing von Tamedia für unseren Kunden Genève Invest erstellt.

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