Hat sich für die LGBTQ-Community stark gemacht: Jan Löning von AdemessiTV.
Hat sich für die LGBTQ-Community stark gemacht: Jan Löning von AdemessiTV.
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Schweizer Influencer fordert mehr Inklusion

Jan Löning, Schweizer Social-Media-Star und Preisträger des Swiss Diversity Award, im persönlichen Interview über Mobbing, Homophobie und Diskriminierung.

Als Teil von AdemessiTV wurde Jan Löning mit realsatirischen und schrägen Comedy-Clips auf Youtube bekannt. Für das Video «Mensch ist Mensch. Oder doch nicht?», das auf erschreckende Weise die im Alltag verankerte Homophobie in der Schweiz zeigt, erhielt er 2021 den Swiss Diversity Award.

Im Rahmen des «Diversity & Inclusion»-Programms von Coca-Cola spricht er nun im Interview über seine Berührungspunkte er als heterosexueller Mann mit der LGBTQIA+-Community – und wodurch sich sein Blick auf gesellschaftliche Ungerechtigkeiten geschärft wurde.

Hallo Jan! Warum ist es dir wichtig, dich für andere Menschen einzusetzen?

Jan Löning: Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass ich es selbst in meiner Jugend nicht gerade sehr einfach hatte. Ich war ein ziemlicher Spätzünder und wurde in der Schule phasenweise gemobbt. Ich wäre froh gewesen, wenn sich jemand für mich stark gemacht hätte. Dadurch ist dieses Gerechtigkeitsgefühl bei mir entstanden und dieses Bedürfnis, mich für andere einzusetzen. Wenn jemand schlecht behandelt wird, muss ich etwas sagen.

Warum setzt du dich als Hetero gerade so stark für die LGBTQIA+-Community ein?

Ich habe viele Freundinnen und Freunde aus der Community. Ich habe mich mit allen auch über die Schwierigkeiten, die sie im Leben haben, unterhalten – und es ist wirklich so, dass jede und jeder einzelne von ihnen mindestens eine negative Geschichte in Bezug auf Diskriminierung oder Homophobie zu erzählen hat. Und das war für mich so der Punkt, an dem ich dachte: «Krass, dass es hier in der Schweiz immer noch so viele Menschen gibt, die solche Scheisse mitmachen müssen! Ist es wirklich so, dass wir heute noch so viele Probleme damit haben?»

Ist dadurch die Idee zum viralen Video entstanden, für das du den Swiss Diversity Award bekommen hast?

Ja, das war der ausschlaggebende Punkt, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Und ich wollte einfach selbst herausfinden, wie viel Hass es wirklich noch gibt. Daraus ist dann das Video entstanden. Der Plan war auch nicht, mich mit diesem Video direkt für die LGBTQIA+-Community einzusetzen, sondern vielmehr, aufzuzeigen, dass wir hier in der Schweiz noch ein grosses Problem haben, mit dem wir uns jeden Tag auseinandersetzen müssen.

Was bedeutet dir der Diversity Award – und hast du ihn wirklich verdient?

Ganz ehrlich: Nein. Ich weiss gar nicht, ob ich das so sagen sollte. Aber als ich die Nachricht bekommen habe, dass wir nominiert sind, habe ich angerufen und gefragt, ob sie sich sicher sind. Es gibt so viele andere Menschen, die jeden einzelnen Tag noch viel mehr für die Community machen, als wir das mit diesem einen, kleinen Video getan haben. Es ist ganz klar eine grosse Ehre, dass ich den Swiss Diversity Award entgegennehmen durfte. Und ich finde, er ist auch ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass es sich «lohnt», sich gegen Ungerechtigkeiten stark zu machen, auch wenn man selbst nicht direkt betroffen ist.

Hat sich an deinem Denken oder Handeln im Alltag durch den Preis etwas verändert?

Ich bin kein neuer oder anderer Mensch geworden, aber ich habe viel mehr Sensibilität dafür entwickelt, was um mich herum passiert. Ich achte viel mehr darauf, nicht einfach meine Fresse zu halten, wenn ich etwas mitbekomme, was schief läuft. Und ich sehe es auch als meine Aufgabe, mich jetzt anders – oder noch mehr – einzusetzen, als nur mit einem Video. Ich stehe jetzt zum Beispiel auch im Austausch mit Aktivist*innen wie Anna Rosenwasser oder Michel Rudin.

Dein Kanal AdemessiTV steht ja jetzt nicht unbedingt in Verruf, besonders «seriös» zu sein. Euer Claim ist sogar «Wir verblöden die Schweiz». Ist das wirklich die richtige Plattform für solche Themen?

Ich denke ja. Einerseits erreichen wir damit eine Zielgruppe, die vielleicht sonst nicht viele Berührungspunkte mit Topics wie LGBTQIA+, Diversity und Inklusion hat. Und auf der anderen Seite ist es vielleicht gerade deswegen ein umso grösseres Zeichen, wenn jemand wie ich, der sich selbst selten ernst nimmt und immer rumblödelt, bei solchen Themen auch ernstere Töne anschlägt. Das zeigt seine Wirkung.

Was können Schweizer Menschen im Alltag für mehr Toleranz, Akzeptanz und Inklusion konkret machen?

Ganz einfach. Erstens: Alle Menschen dafür akzeptieren, wie sie sind und wen sie lieben. Das ist doch schön! Und: Hinhören, wenn Betroffene sprechen und nicht wegschauen, wenn etwas rassistisches, sexistisches, homo- oder transphobes passiert. Wir sind eine Gesellschaft, wir leben hier alle zusammen. Es ist doch ganz simpel: Jeder von euch, der in einer Scheiss-Situation ist, freut sich über jede Stimme, die sich für ihn einsetzt.

#MITENAND IN DER VIELFALT

Seit vielen Jahren engagiert sich Coca-Cola weltweit und in der Schweiz für Diversity & Inclusion, damit aus der Individualität der Menschen eine bunte, vielfältige Gesellschaft entsteht. Als Teil dieses Engagements sowie als Sponsor der EuroPride 2022 und der Swiss Diversity Awards erschienen in den letzten Wochen auf 20 Minuten verschiedene Porträts über Mitglieder und Aktivist*innen aus der LGBTQIA+-Community, darunter über Nationalrätin Sibel Arslan, Aktivistin Anna Rosenwasser, Social Media Creator Jan Löning, Jungunternehmer Michel Rudin und über Reyn ffoulkes, Kommunikationsleiter bei Coca Cola.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit s.a. Coca Cola Services N.V. erstellt. Commercial Publishing ist die Unit für Content Marketing, die im Auftrag von 20 Minuten und Tamedia kommerzielle Inhalte produziert.