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Wie Sie auch im Ruhestand genug Geld haben

AHV und Pensionskasse werden Ihnen womöglich nicht reichen. Besser, Sie sorgen selber vor – Teil 3 unseres Vorsorge-ABC.

Von Mark van Huisseling

J – Jahresperformance-Benchmark

Nehmen wir an, ein Anleger, der in fünf verschiedene Schweizer Aktien investiert ist, erzielte letztes Jahr damit eine Jahresperformance von 9 Prozent. Das sieht gut aus – aber nur auf den ersten Blick. Weil 2019 nämlich ein starkes Aktienjahr war, stieg der SMI um 20 Prozent. Die Auswahl des Stock-Picker-Anlegers performte also bloss knapp halb so gut wie der Gesamtmarkt, dieser Anleger ist also kein Superinvestor, sondern ein Underperformer.

Man sollte auch die eigene Leistung streng beurteilen. Und deshalb sogenannte Benchmarks festlegen, mit denen man sich vergleichen kann. Ein Benchmark, Massstab, kann der Gesamtmarkt sein oder, wenn man es sportlich mag, der Gesamtmarkt plus drei Prozentpunkte oder so. Für Anleger, die ein Sparziel verfolgen, zum Beispiel einen Betrag, den sie bis zum Pensionsalter haben möchten, hat ein Benchmark zusätzliche Aussagekraft: Sie lernen rasch, ob sie auf Kurs sind oder ob sie ihr Portfolio anpassen müssen.

K – Kapitalbezug

Immer mehr Vermögensverwalter empfehlen, die als zweite Säule angesparte berufliche Vorsorge nicht als Rente, sondern – ganz oder teilweise – als Kapital zu beziehen. Dies fussend auf der Überlegung, es sei möglich, eine bessere Rendite zu erzielen als die des Pensionskassenverwalters. Ob das gelingt, ist nicht vorhersagbar. Ausgeschlossen ist es nicht, da Private freier in ihren Anlageentscheiden sind und theoretisch kostengünstiger investieren können. Was dagegen ziemlich sicher ist: Die Rente könnte knapper ausfallen als geplant (sehen Sie auch «Berufliche Vorsorge»).

L – Laufzeiten

Mit zunehmendem Alter sollten die Fristen, für die man sich als Anleger bindet, kürzer werden. Besonders sorgfältig planen sollten Wohneigentümer, die Fremdkapital für ihre Liegenschaft vor dem Erreichen des Pensionsalters neu verhandeln müssen respektive möchten. Zurzeit scheinen Festhypotheken für drei, fünf oder auch zehn Jahre besonders günstig. Sind sie aber nicht, wenn man sie beispielsweise mit 3-Monats-Geldmarkthypotheken vergleicht.

Anders verhält es sich mit Anleihen, Obligationen, die ein Anleger vor dem Erreichen des Ruhestands kauft, weil regelmässige Zinszahlungen wichtig für seine Liquidität sind. Egal, wie lange eine Anleihe läuft, falls sie gehandelt ist, kann der Gläubiger diese jederzeit an der Börse verkaufen (sehen Sie auch «Corporate Bond»). Er realisiert dabei einen allfälligen Kursgewinn oder -verlust.

M – Mischung des Depots

Wie viel von welcher Anlageklasse soll im Portfolio drin sein? Riesenfrage, besonders wenn der Investor in nächster Zeit vom Erwerbsleben in den Ruhestand übertritt. Es kommt, natürlich, auf die persönliche Befindlichkeit sowie die Bedürfnisse an. Braucht der Investor zusätzlich Cash, um seine Rente aufzubessern? In diesem Fall sollten eher mehr Papiere, die Erträge ausschütten, vorhanden sein.

In seinem Buch «Plädoyer für eine bescheidenere Ökonomie» vergleicht Klaus Wellershoff, Unternehmensberater und HSG-Professor, die Performance eines «naiv» zusammengestellten Depots mit der der wichtigsten Strategiefonds von Schweizer Banken. Das naive Depot enthält je einen Sechstel Schweizer Obligationen, Immobilien, Aktien und Geldmarkt sowie Aktien und Obligationen des Rests der Welt; «naiv» ist das, weil in der Auswahl kein Wissen/keine Prognose über die Zukunft enthalten ist. Die Methode schlägt den Schnitt der Angebote der Finanzindustrie. Und dies bei tieferem gemessenem Risiko. Über 27 Jahre wurde eine um 60 Prozentpunkte höhere Rendite erzielt, wie Wellershoff schreibt.

N– Negativzinsen

Von der Nationalbank Ende 2014 «vorübergehend» eingeführt, könnten sie noch lange in Kraft bleiben – so etwas wie das finanztechnische Gegenstück zum Globus-Provisorium an der Bahnhofbrücke in Zürich, das 1961 eröffnet wurde und für fünf Jahre geplant war. Negativzinsen schaden Sparern, immer mehr Banken geben sie ihren Kunden weiter, teilweise bereits für Einlagen ab 100’000 Franken. Noch teurer sind die tiefen Zinsen für Rentner.

Auf dem geltenden Umwandlungssatz von 6,8 Prozent fussend – bedeutet 6,8 Prozent Jahresrente für 100’000 Franken Altersguthaben der zweiten Säule BVG (sehen Sie auch «Berufliche Vorsorge») – ergibt sich heute ein Rentenverlust von über 5000 Franken im Jahr. Dies bei 500’000 Franken Guthaben und einem durchschnittlichen Umwandlungssatz von 5,7 Prozent auf dem überobligatorischen Teil des Vorsorgeguthabens; dabei sind die Kassen nicht an den gesetzlichen Umwandlungssatz gebunden, darum ist er meist deutlich tiefer (Quelle: Swisscanto Pensionskassen-Studie 2019).

Laut Vorhersage soll der Satz weiter runtergehen, auf 5,5 Prozent im Jahr 2023.
Was tun dagegen? Altersguthaben bei der Pensionierung ganz respektive zum Teil als Kapital statt Rente auszahlen lassen. Und dieses Geld selbst oder, wahrscheinlich besser, mit Hilfe eines vertrauenswürdigen und vorsichtigen Vermögensverwalters anlegen.

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Dieser Beitrag wurde durch Commercial Publishing von Tamedia für unseren Kunden Genève Invest erstellt.

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