Peter Bollag gehört zur Risikogruppe. Darum haben wir ihn via Bildschirm interviewt und fotografiert.
Peter Bollag gehört zur Risikogruppe. Darum haben wir ihn via Bildschirm interviewt und fotografiert. Stevan Bukvic
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«Ich mache alles etwas später als andere»

Peter Bollag ist frisch pensioniert. Der ehemalige Radiomitarbeiter sagt, er habe es verpasst zu sparen, als es noch einfach gewesen wäre. Doch er hat eine Ruhestandlösung gefunden, die für ihn stimmt.

Von Mark van Huisseling

Früher arbeitete Peter Bollag für die Regionalredaktion Basel von Radio SRF. Seit einigen Monaten ist er pensioniert. Dabei wendet er eine eigene Variante des Drei-Säulen-Prinzips an: Auf die erste Säule, die AHV, verzichtet der 65-Jährige vorläufig. Den Anspruch aus der beruflichen Vorsorge BVG, der zweiten Säule, bezieht er als Rente.

Und anstatt einer dritten Säule hat er eine 40-Prozent-Arbeitsstelle, die er gerade erst angetreten hat. Nicht ohne Stolz erzählt er, dass er sich dafür gegen zwei jüngere Mitbewerberinnen durchgesetzt hat; er entwickelt für die Christlich-Jüdische Arbeitsgemeinschaft beider Basel (CJP) Projekte und hilft mit, diese umzusetzen.

Ein gut überlegter Entscheid

«Ich bin fit und es geht mir gut», sagt Peter Bollag. Darum sei für ihn klar gewesen, dass er, trotz Erreichen des offiziellen Ruhestands, noch eine Zeit lang arbeiten möchte. Er hätte sich vorstellen können, weiter als gelegentlicher freier Mitarbeiter beim Radio zu bleiben, für das er viel über regionalen Sport berichtete und Menschen aus der Gegend porträtierte.

Doch da er sich seit Jahren ehrenamtlich um religionsübergreifende Anliegen kümmerte – er war etwa aktiv beim «runden Tisch der Religionen» –, ist die neue Stelle für ihn ebenfalls ein Treffer. «Ich hoffe natürlich, wie alle anderen, dass sich die Lage bald wieder normalisiert», sagt er und meint den Ausnahmezustand wegen des Coronavirus. Denn eine seiner Hauptaufgaben für die CJP ist das Organisieren von Anlässen.

Er habe sich den Entscheid, mit dem Beziehen seiner AHV-Rente zuzuwarten, genau überlegt. Es ist möglich, die Altersrente zwischen einem Jahr und fünf Jahren später erst zu beanspruchen. Der flexible Bezug hat eine höhere monatliche Zahlung zur Folge. Wer beispielsweise bis 70 auf seine Rente verzichtet, bekommt dann monatlich 31,5 Prozent mehr; genaue Informationen zu Rentenaufschub respektive -vorbezug (auch das geht) sind erhältlich auf der Website der AHV.

«Bis 40 hat mich meine finanzielle Zukunft überhaupt nicht interessiert.»

«Ich mache alles in meinem Leben ein bisschen später als andere», sagt Bollag. So hat er erst mit 47 geheiratet, seine Frau ist zehn Jahre jünger, die Lebensmittel-Ingenieurin arbeitet zu 60 Prozent. Mit 48 veränderte er sich beruflich und wechselte zum Radio, zuvor war er schreibender Journalist, zuletzt Chefredaktor der Zeitung «Israelitisches Wochenblatt». Mit 56 wurde er Vater, der Sohn ist heute neunjährig.

«Im Augenblick brauche ich die AHV-Rente nicht», sagt er. Und verzichtet damit, nebenbei erwähnt, auch auf die Kinderrente, die aus der ersten Säule mindestens 474 und höchstens 948 Franken monatlich beträgt, bis zum 18. Geburtstag des Kindes. Dafür bekommt er eine solche aus der beruflichen Vorsorge; die Höhe ist abhängig von den Bestimmungen der jeweiligen Pensionskasse.

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Auch was Vorsorgebelange betrifft, war Bollag ein Spätzünder. «Bis 40 hat mich meine finanzielle Zukunft überhaupt nicht interessiert», sagt er. Und bis mindestens 45 auch höchstens mässig. In der Folge, nachdem er und seine Ehefrau jeweils eine kleinere Erbschaft angetreten hatten, begann er sich erstmals Gedanken über Vermögensbildung zu machen.

Die Eheleute fanden eine Wohnung in Basel und investierten das Ererbte sowie einen Teil der zweiten Säule als Eigenkapital, zusammen mit der Finanzierung ihrer Bank konnten sie den Liegenschaftskauf stemmen, wie er sagt. Es handle sich dabei um einen Schritt, den sie seither nicht bereut hätten – die Immobilie sei deutlich im Wert gestiegen, schätzt Bollag.

Rückblickend komme er zum Schluss, er habe es verpasst, zum Zeitpunkt zu sparen, als dies verhältnismässig einfach gewesen wäre, bevor er Familie gehabt habe nämlich. Zwischen Mitte dreissig und Mitte vierzig, als er ein recht hohes Gehalt verdient hatte, wäre es machbar gewesen, ein paar Tausender jährlich auf die Seite zu legen. «So wäre in fünf bis zehn Jahren ein Teil des für eine Wohnung oder ein kleines Haus benötigten Eigenkapitals zusammengekommen», sagt er. Und das ohne dass er sich besonders stark hätte einschränken müssen. Er versteht dies als finanziellen Ratschlag, als einzigen, den er Menschen, die sich zurzeit in diesem Lebensabschnitt befinden, geben könne.

Das verpasste Sparen nachzuholen, sei kaum mehr gelungen. Weshalb er auch nicht nennenswert investiert sei, sagt er. «Zurzeit ist dies ja mit Vorteilen verbunden – ich bin nicht direkt betroffen von den jüngsten Börsenturbulenzen und Abstürzen.» Doch längerfristig betrachtet, denkt er, täte man gut daran, einen Teil des Ersparten in Wertpapiere zu investieren.

Er interessiert sich nicht besonders für Kapitalanlagen, ist aber informiert genug, um die aktuellen Entwicklungen bloss als Rückschläge zu verstehen, die langfristig nicht mehr als eine kleine Delle im ansteigenden Kursverlauf darstellen dürften.

Kapital oder Rente?

Mit seiner Sicht auf die Vorsorgebelange wäre Peter Bollag ein Kandidat für einen vollständigen oder teilweisen Bezug seines BVG-Guthabens als Kapitalleistung gewesen. Weshalb hat er sich dennoch für die Monatsrente entschieden? Immerhin ist die Gefahr, so die Meinung zahlreicher Beobachter, ziemlich gross, dass diese in den kommenden Jahren sinken könnte.

Tatsächlich hat sich Bollag überlegt, ob er Kapital statt Rente wählen soll, den Gedanken dann aber verworfen. Was genau zum Entscheid geführt habe, sei schwer zu sagen. Er vertraue wohl dennoch mehr auf die Kompetenz der Pensionskassen-Manager respektive misstraue den eigenen Fähigkeiten, mehr aus seinem Geld zu machen, sagt er. «Ich habe mich zu lange zu wenig mit Vorsorge- und Anlagefragen befasst, als dass ich im fortgeschrittenen Alter plötzlich damit anfangen möchte.»

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Dieser Beitrag wurde durch Commercial Publishing von Tamedia für unseren Kunden Genève Invest erstellt.

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